Linked Open Data (LOD)
Das "Linked Open Data Web" basiert auf frei verfügbaren Daten im WWW. Diese werden als maschinen-interpretierbare Aussagen (RDF Tripel genannt) kodiert und über Web-Adressen (URIs) miteinander verknüpft, so dass ein weltweites Netz aus Daten unser "altes Web" der Dokumente ergänzt. Suchmaschinen, Mashups oder persönliche Agenten können diese vernetzten Daten nutzen, um Informationen aus verschiedenen Quellen intelligent zu verknüpfen. Heute noch aufwändige Rechercheaufgaben (wie zum Beispiel das Finden einer Wohnung in der Nähe eines Kindergartens mit einem freien Betreuungsplatz) werden zukünftig mit Hilfe von Linked Data zum Kinderspiel.
Mit Linked Open Data (LOD) werden Suchergebnisse präziser und für Anwenderinnen und Anwender brauchbarer. Herkömmliche "Datensilos", in denen Informationen oft verborgen bleiben, werden beseitigt. Prinzipiell machen die maschineninterpretierbare Aufbereitung der Daten sowie die vernetzte Sicht auf verschiedene Datenquellen LOD zum viel versprechenden Paradigma für die Weiterentwicklung des Internets.
EU-Projekt LOD2
Das EU-Projekt "Linked Open Data 2 - Creating Knowledge out of Interlinked Data (LOD2)" widmet sich technischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten. Es werden neben der Erarbeitung theoretischer Erkenntnisse verschiedene Prototypen entwickelt und in konkreten Anwendungsfällen aus dem Bereich Media & Publishing, Enterprise Data Web und eGovernment getestet. So soll das Linked Data Paradigma zum Beispiel helfen, mittels eines Daten-Intranets heterogene Informationssystemlandschaften in großen Unternehmen kosten-effizienter zu vernetzen. Im Bereich öffentlicher Verwaltungen und der Transparenz von Regierungsarbeit wird LOD2 ein Netzwerk europäischer Datenbibliotheken etablieren. Damit sollen öffentliche Daten wie zum Beispiel Kindergartenplätze leichter für Bürgerinnen und Bürger zugänglich und wiederverwendbar gemacht werden.
Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt LOD2 bindet Forschung, Unternehmen und Serviceprovider aus sieben Europäischen Ländern ein. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird durch die Universität Leipzig koordiniert. Beginnend mit September 2010 arbeiten folgende Institutionen am Projekt:
- Belgien
- TenForce (englisch)
- Deutschland
- Frankreich
- Exalead (englisch)
- Irland
- National University of Ireland (englisch)
- Niederlande
- Centrum Wiskunde & Informatica (englisch)
- Vereinigtes Königreich
- OpenLink Software (englisch)
- Open Knowledge Foundation (englisch)
- Österreich
Weiterführende Informationen
- Linked Data: Evolving the Web into a Global Data Space (englisch)
- Linked Open Data (Wikipedia)
Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit
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